Baustellensommer im Schienennetz

CFL sperrt ab 24. August Nord- und Trierstrecke für drei Wochen

Während die Sperrungen Richtung Frankreich und im Süden auslaufen, verlagert sich der Ersatzverkehr auf die Verbindungen nach Gouvy, Wiltz und Trier.


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Ersatzbusse neben leeren Bahnsteigen in Luxemburg-Stadt.
Illustrative Darstellung des Ersatzverkehrs während der CFL-Sommerarbeiten 2026.Illustration: KI-generiert — Étude

Für Bahnreisende in Luxemburg beginnt Ende August keine Rückkehr zum Normalbetrieb, sondern ein Wechsel der Baustellenschwerpunkte. Sobald die großen Sperrungen Richtung Frankreich und im Süden schrittweise enden, werden die Verbindungen im Norden sowie zwischen Luxemburg und Trier für drei Wochen auf Busbetrieb umgestellt.

Die CFL mobilisieren für das gesamte Sommerprogramm rund 200 Fahrer und fast 1.000 Ersatzbusfahrten pro Tag. Das ist ein ungewöhnlich großes Angebot, bleibt aber vom Straßenverkehr abhängig. Gerade auf den Einfallachsen der Hauptstadt und entlang der Mosel können Staus die in der Fahrplanauskunft ausgewiesenen Zeiten verändern.

Wegen möglicher Beeinträchtigungen durch den Straßenverkehr empfehlen die CFL ihren Kunden, zusätzliche Reisezeit einzuplanen; diese kann je nach Tag und gewählter Linie variieren. — Fahrgastinformation der CFL

Südstrecke bleibt gestaffelt gesperrt

Zwischen Luxemburg und Thionville fahren bis einschließlich 23. August keine Züge. Für die gesamte Strecke veranschlagen die CFL etwa 45 Minuten zusätzliche Reisezeit. Der Ersatzbus L90 bedient die üblichen Bahnhalte über Bettemburg und Hettange-Grande. Die Linien L91 und L92 bieten direktere Verbindungen; für Reisende mit TGV-Anschluss in Metz besteht ein gesonderter Busverkehr.

CFL- und SNCF-Abonnements werden während der Sperrung auf bestimmten grenzüberschreitenden RGTR-Linien anerkannt, sofern der Fahrschein für die internationale Strecke gültig ist. Das erweitert die Auswahl, ersetzt aber nicht die Prüfung der konkreten Verbindung: Haltestellen, Abfahrtsorte und Fahrtzeiten unterscheiden sich.

Zwischen Luxemburg und Bettemburg dauert die vollständige Sperrung noch bis Freitag, 14. August. Danach folgt vom 15. bis 23. August eine veränderte Bauphase ohne Züge zwischen Luxemburg und Esch an der Alzette sowie zwischen Noertzingen und Rümelingen. Der Ast Bettemburg–Volmerange-les-Mines wird vom 15. bis 30. August erneut gesperrt.

Die Hauptlast tragen die Busse L60, L61 und L62. Der L60 fährt in den Spitzenzeiten alle fünf bis zehn Minuten über Howald und Bettemburg nach Esch. Der direkte L62 ist dann im 15-Minuten-Takt vorgesehen. Auf der Verbindung nach Volmerange fährt der L63 alle 30 Minuten.

Ab 24. August trifft es Norden und Osten

Vom 24. August bis zum Betriebsschluss am 13. September werden die Züge zwischen Ettelbrück und Gouvy sowie zwischen Kautenbach und Wiltz durch Busse ersetzt. Der L14 verbindet Ettelbrück, Clerf, Ulflingen und Gouvy werktags stündlich, am Wochenende alle zwei Stunden. Der L15 übernimmt im Halbstundentakt die Zwischenhalte; die Linien L16 und L17 erschließen Wiltz auf unterschiedlichen Routen.

Zeitgleich wird die Schienenverbindung Luxemburg–Trier in beiden Richtungen unterbrochen. Auch dort verkehren Ersatzbusse. Maßgeblich für die einzelne Reise sind die aktuellen Auskünfte in CFL Go und auf Mobiliteit.lu. Die reguläre RGTR-Linie 303 zwischen Kirchberg und Trier kann für manche Pendler eine Alternative sein, ist jedoch kein Ersatz für sämtliche Bahnhalte.

Die vier betroffenen Korridore sind somit nicht gleichzeitig gesperrt. Die Arbeiten wandern gewissermaßen durch das Netz: von der französischen Grenze und dem Süden zur Nordstrecke und anschließend zur deutschen Grenze. Damit lassen sich Fahrzeuge und Fahrer bündeln, während die Bautrupps längere Streckenabschnitte ohne Zugverkehr bearbeiten.

Infrastrukturarbeiten hinter dem Ersatzfahrplan

Im Süden wird die neue Bahnstrecke zwischen Luxemburg und Bettemburg weitergebaut, deren Inbetriebnahme ab September 2027 vorgesehen ist. Nördlich des Bahnhofs Bettemburg entsteht auf einem letzten, 250 Meter langen Abschnitt der Unterbau. Hinzu kommen Entwässerung, Oberleitung und Signaltechnik. Außerdem wird eine Unterführung eingebaut, die beide Seiten der Ortschaft unter den Gleisen verbindet.

In Howald werden pro Bahnsteig zwei jeweils 24 Tonnen schwere Rolltreppen montiert. Sie sollen den Zugang zum darüberliegenden Umsteigeknoten erleichtern. Die vollständige Anlage mit Busbahnhof und Tramhaltestelle soll im letzten Quartal 2026 in Betrieb gehen.

Auf der Nordstrecke erneuern die CFL zwischen Cinqfontaines und Ulflingen 2,6 Kilometer Gleis. Dafür werden 5.200 Meter Schienen, 4.300 Schwellen und 11.500 Tonnen Schotter benötigt. Zwischen Kautenbach und dem Haltepunkt Paradiso kommen 1,1 Kilometer hinzu; entlang eines 300 Meter langen Felshangs werden Schutznetze angebracht.

Auf der Oststrecke sanieren CFL und DB InfraGo die Grenzbrücke bei Wasserbillig. Zwischen Wecker und Fausermillen wird außerdem ein 5,7 Kilometer langer zweigleisiger Abschnitt erneuert. Das entspricht 11,4 Kilometern Schiene, 19.000 Schwellen und 7.000 Tonnen Schotter.

Die Arbeiten sollen Kapazität und Betriebssicherheit langfristig erhöhen. Kurzfristig verlangt der Fahrplan jedoch Disziplin: Verbindung am Reisetag erneut prüfen, Abfahrtsort des Busses kontrollieren und eine Reserve für den Straßenverkehr einplanen.

Wie lange dauert die Sperrung nach Thionville?
Der Zugverkehr zwischen Luxemburg und Thionville bleibt bis einschließlich 23. August eingestellt.
Wann wird die Strecke Luxemburg–Trier gesperrt?
Vom 24. August bis zum Betriebsschluss am 13. September 2026 werden die Züge durch Busse ersetzt.
Wo stehen die aktuellen Ersatzfahrpläne?
Die CFL verweisen auf die Reiseauskunft unter cfl.lu sowie auf CFL Go und Mobiliteit.lu.

Mehr dazu: Cfl, Cross Border Workers, Greater Region, Infrastructure, Public Transport, Rail Transport

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