Sicherheit

Kriminalität in Luxemburg 2025: Gesamt stabil, aber mehr Diebstahl und Gewalt

Die Polizei bearbeitete 41.489 Fälle. Pro Einwohner blieb die Quote stabil, doch Raub mit Gewalt, Diebstahl und häusliche Gewalt nahmen deutlich zu.


Lesezeit · 2 Min.

Quiet Luxembourg street at dusk with distant police presence.
Luxemburgs Polizeistatistik 2025 zeigt eine stabile Gesamtquote, aber mehr Druck durch Diebstahl und Gewalt.AI-generated image: OpenAI / Étude

Luxemburgs Kriminalitätsbilanz 2025 ist kein einfacher Anstieg und auch keine allgemeine Entwarnung. Die Police Grand-Ducale bearbeitete 41.489 Fälle, 1,3% mehr als 2024. Gleichzeitig blieb die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner unverändert bei 6.005. Die registrierte Gesamtquote war damit im Verhältnis zur Bevölkerung stabil.

Unter dieser stabilen Oberfläche haben sich jedoch einzelne Kategorien deutlich bewegt. Raub- und Diebstahlsdelikte mit Gewalt stiegen um 30,8%, von 559 Fällen im Jahr 2024 auf 731 im Jahr 2025. Die Polizei reagierte nach eigenen Angaben mit mehr Prävention und sichtbarer Präsenz an strategischen Orten; 85 Täter wurden festgenommen und 211 identifiziert.

Diebstahl bleibt die größte Alltagskategorie. 20.355 Diebstähle wurden 2025 registriert, 11,9% mehr als im Vorjahr. Einfache Diebstähle machten 13.945 Fälle aus und stiegen um 14,2%. Ein Teil dieses Anstiegs wird mit mehr Meldungen über das E-Kommissariat erklärt, doch er passt auch zu jüngsten Warnungen vor Taschendiebstahl in Verkehrsmitteln und belebten Stadtbereichen.

Auch häusliche Gewalt entwickelt sich negativ. Die Einsätze stiegen von 1.178 auf 1.297, also um 10,1%, und die Zahl der Wegweisungen nahm um 16,4% zu. Vorsätzliche Körperverletzungen erhöhten sich von 3.960 auf 4.111 Fälle. Schon die Statistik 2023 hatte Gewaltphänomene als wachsende Sorge beschrieben.

Andere Bereiche gingen zurück. Betrug sank um 13%, Vandalismus um 2%, Beleidigungen oder Widerstand gegen Beamte um 21,2% und Einbrüche in unbewohnte Gebäude um 7,5%, von 496 auf 459 Fälle. Auch Drogendelikte gingen zurück: Handel -19,5%, Besitz -25,2%, Konsum -37,4%. Gleichzeitig nahm die Polizei 216 mutmaßliche Drogendealer fest oder griff sie auf.

Bei Einbrüchen zeigt sich, warum der Blick in die Unterkategorien wichtig ist. Einbrüche in unbewohnte Gebäude gingen zurück, doch Einbrüche in bewohnte Häuser, Wohnungen und Keller stiegen leicht von 1.539 auf 1.576. Die Polizei identifizierte in diesem Bereich 223 Täter und nahm 132 Personen auf frischer Tat fest.

Die operative Präsenz wurde ausgebaut. 2025 wurden 71.700 Polizeipatrouillen eingesetzt, gegenüber 68.000 im Jahr davor. Das E-Kommissariat verzeichnete 12.632 Meldungen, 850 mehr als 2024, und die Notrufnummer 113 wurde rund 155.000 Mal angerufen, 15.000 Mal mehr als im Vorjahr.

Das Fazit ist daher differenziert: Luxemburgs registrierte Gesamtkriminalität ist pro Einwohner nicht gesprungen. Die Delikte, die das Sicherheitsgefühl am stärksten prägen — Diebstahl, Gewalt bei Raub, häusliche Gewalt und Einbrüche in bewohnte Räume — haben aber klar zugenommen.

Ist die Kriminalität 2025 gestiegen?
Die Gesamtzahl der Fälle stieg leicht, die Quote pro 100.000 Einwohner blieb aber stabil. Entscheidend sind die Unterschiede nach Deliktart.
Welche Delikte nahmen am stärksten zu?
Vor allem Raub mit Gewalt, Diebstahl und Einsätze wegen häuslicher Gewalt.
Welche Delikte gingen zurück?
Betrug, Vandalismus, mehrere Drogendelikte und Einbrüche in unbewohnte Gebäude.

Mehr dazu: Theft, Luxembourg, Crime Statistics, Police, Domestic Violence, Public Safety

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