Bildung
Lehrerumfrage rückt Gewalt an Luxemburgs Schulen in den Fokus
Der SEW/OGBL meldet 820 Betroffene binnen zwölf Monaten und fordert Meldesysteme, Statistiken und Unterstützung.

Gewalt an Schulen beschäftigt Luxemburg erneut. RTL berichtet über eine nationale Umfrage des SEW/OGBL, an der zwischen Ende Januar und Mitte April 1.115 Lehrkräfte teilgenommen haben.
820 Befragte gaben demnach an, in den vergangenen zwölf Monaten selbst Gewalt erlebt zu haben. 38 Prozent dieser Gruppe, also 314 Personen, berichteten von Vorfällen ein- bis fünfmal pro Woche.
Am häufigsten wird verbale Gewalt genannt, doch die Umfrage beschreibt auch körperliche Angriffe. 450 Personen sagten laut RTL, sie seien körperlich attackiert worden; 233 trugen Verletzungen davon, 64 suchten nach einem Vorfall ärztliche Hilfe.
Der SEW/OGBL kritisiert, dass viele Fälle gar nicht gemeldet würden. Als Gründe nennt die Gewerkschaft Bürokratie, Angst und fehlende Unterstützung durch Hierarchien. Gefordert werden klare Verfahren, nationale Statistiken, psychologische und juristische Hilfe, Ausbildung im Referendariat und ein anonymes Meldesystem.
Der Blick auf Cybergewalt, den Luxemburger Wort in einem weiteren Beitrag aufgreift, zeigt: Prävention endet nicht am Klassenzimmer. Schulen brauchen Regeln, Ressourcen und Vertrauen, damit Gewalt früh erkannt und ernst genommen wird.
Häufig gefragt
- Wer hat die Umfrage gemacht?
- Die Lehrergewerkschaft SEW/OGBL.
- Was fordert die Gewerkschaft?
- Klare Meldewege, Statistiken, psychologische und juristische Unterstützung sowie Ausbildung und anonyme Meldemöglichkeiten.
Quellen
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