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Internationale Berichterstattung durch eine Luxemburger Linse — globale Themen, die das Großherzogtum über Handel, Finanzen, Diplomatie, Klima oder die Diaspora berühren.

  • Eine riesige, halb fertige Baustelle in leerer Wüste unter grellem Himmel, stillstehende Kräne.
    Vision 2030

    Saudi-Arabien stoppt 'The Line' und kürzt das 2030-Bevölkerungsziel von NEOM

    Saudi-Arabien fährt NEOM, sein Vorzeige-Megaprojekt der Vision 2030, zurück. Unter dem neuen CEO Aiman al-Mudaifer wurden die Arbeiten an 'The Line' Berichten zufolge bis nach 2030 gestoppt; der Tourismus am Roten Meer und das Skiresort Trojena werden verschoben. Das 2030-Bevölkerungsziel ist von rund 1,5 Millionen auf nur noch 100.000 eingebrochen, während $3 Milliarden zur Hafenstadt OXAGON umgeleitet werden. Finanzminister al-Jadaan sagt, Riad habe 'kein Ego'.

    Von Tom Reuter

  • Illustration eines Kommunikationssatelliten in der Umlaufbahn über dem nächtlichen Europa.
    Verteidigung im All

    301 Millionen Euro für Luxemburgs zweiten Militärsatelliten

    Luxemburgs Parlament hat am 21. Januar 2026 ein Finanzierungsgesetz über 301 Millionen Euro für den Verteidigungssatelliten GovSat-2 verabschiedet. Gebaut wird er vom französischen Konzern Thales Alenia Space, in die Umlaufbahn bringen soll ihn die europäische Arianespace. Das Großherzogtum nutzt seinen starken Raumfahrtsektor, um zur kollektiven Sicherheit von EU und Nato beizutragen und auf europäische strategische Autonomie zu setzen.

    Von Pierre Hansen

  • Soldaten in Formation von hinten auf einem grauen Exerzierplatz, dahinter ein militärisches Transportflugzeug.
    Verteidigungspolitik

    Luxemburg tastet sich an die NATO-Marke heran – ein Zehntelpunkt pro Jahr

    Luxemburgs Verteidigungsministerin Yuriko Backes hat am 20. Mai 2026 dem Parlament einen Fahrplan vorgestellt, der die Militärausgaben bis 2029 um jährlich 0,1 Prozentpunkte des Bruttonationaleinkommens anhebt – auf 2,3 Prozent. Bis 2035 soll die NATO-Marke von fünf Prozent erreicht werden, was laut Finanzrat CNFP Mehrkosten von 13,4 Milliarden Euro bedeutet. Backes spricht von einer „maßvollen Antwort", kein „Wettrüsten".

    Von Julia Weber

  • Die Kühltürme eines Kernkraftwerks stoßen in der Abenddämmerung neben einem Fluss Dampf aus.
    Grenznahe Atomkraft

    40 Jahre Cattenom: Luxemburg pocht auf Mitsprache, hat aber kein Vetorecht

    2026 erreichen die vier Reaktoren von Cattenom ihr 40. Betriebsjahr, die ursprüngliche Auslegungsdauer. Frankreichs Atomaufsicht ASNR hat den Weiterbetrieb der 1.300-MWe-Flotte für zehn weitere Jahre grundsätzlich gebilligt; die individuelle Prüfung von Reaktor 1 läuft 2026/27. Luxemburg, rund zehn Kilometer flussabwärts an der Mosel, fordert seit Jahren Konsultation an jedem Schritt und die Schließung der Anlage, besitzt aber kein Vetorecht.

    Von Tom Reuter

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