Mobilität
Umgehung Alzingen: Luxemburg bringt ein 390-Millionen-Euro-Projekt auf den Weg
Die Regierung hat den Finanzierungsentwurf für eine Straße gebilligt, die Transitverkehr aus Hesperingen herausnehmen soll.

Die Umgehung Alzingen kommt in die parlamentarische Phase. Am 15. Mai 2026 billigte der Regierungsrat den Finanzierungsentwurf für das Bauprojekt. Damit kann das Mobilitäts- und Bautenministerium das Gesetzgebungsverfahren starten.
Die zentrale Zahl lautet 390 Millionen Euro. Ministerin Yuriko Backes verwies darauf, dass Hesperingen und Umgebung täglich rund 20.000 Fahrzeuge durch Wohnviertel verkraften müssten. Die neue Umgehung soll regionalen Transitverkehr von der N3 wegführen.
Der Zeitplan ist lang. Nach dem Finanzierungsgesetz folgen Studien, Grundstückserwerb, technische Analysen und Genehmigungen. Besonders wichtig sind Umweltauflagen: Die nationale Schutzzone Reiserbann soll angepasst, die Alzette und ihre Zuflüsse renaturiert werden.
Die Reihenfolge ist entscheidend, weil das obere Alzettetal als Natura-2000-Gebiet LU0002007 geschützt ist. Habitate für Fortpflanzung, Ruhe und Nahrung bestimmter Arten sollen vor größeren Arbeiten in sensiblen Bereichen entstehen. Diese Maßnahmen sollen bis 2032 abgeschlossen sein; die Umgehung selbst ist für Ende 2037 geplant.
Das Projekt ist zugleich Teil des PNM 2035. Der nationale Mobilitätsplan geht davon aus, dass Luxemburg 40 Prozent mehr Wege als 2017 bewältigen muss, und setzt auf vorausschauende Kapazitätsplanung statt reiner Nachbesserung.
Häufig gefragt
- Was kostet die Umgehung Alzingen?
- Der Finanzierungsentwurf nennt 390 Millionen Euro.
- Wann soll die Umgehung fertig sein?
- Nach Angaben des Ministeriums Ende 2037.
- Was soll die Umgehung bringen?
- Sie soll Transitverkehr aus Wohnvierteln in Hesperingen und Alzingen verlagern.
Quellen
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