Grenzüberschreitender Verkehr
A31bis-Anhörung: Pendler nach Luxemburg können bis 27. Juni Stellung nehmen
Der nördliche Abschnitt betrifft drei Fahrspuren zur luxemburgischen Grenze, eine westliche Umfahrung von Thionville, künftige Maut und sieben kommunale Bauleitpläne.

Das A31bis-Projekt im Norden ist für Luxemburgs Grenzpendler in eine formelle Phase eingetreten. Die öffentliche Anhörung läuft seit dem 11. Mai und endet am 27. Juni 2026 einschließlich. Wer täglich zwischen Nordmosel und Luxemburg unterwegs ist, kann in dieser Phase Einwände, Unterstützung oder technische Hinweise in das Verfahren einbringen.
Offiziell geht es nicht nur um eine breitere Autobahn. Das Verfahren umfasst die Erklärung des öffentlichen Nutzens für den Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Richemont und der luxemburgischen Grenze, die Anpassung von sieben lokalen Bauleitplänen und die Einstufung der neuen westlichen Umfahrung von Thionville als Autobahn. Genannt werden Entrange, Fameck, Florange, Richemont, Terville, Thionville und Zoufftgen.
RTL Today beschreibt das Projekt als Fortsetzung des bereits 2024 diskutierten Modells: nördlich von Thionville soll die Strecke Richtung Luxemburg von zwei auf drei Spuren erweitert werden. Zusätzlich ist eine südwestliche Umfahrung von Thionville vorgesehen, mit einem Tunnel unter Florange und Anschluss an die A30. Ziel ist es, die bestehende A31 zu entlasten und die Verbindungen ins Fensch-Tal sowie zur RD652 Richtung Rombas zu verbessern.
Für Autofahrer ist die Mautfrage besonders greifbar. RTL Today nennt Projektkosten von annähernd 900 Millionen Euro und derzeitige Schätzungen von 1,97 Euro je Fahrt zwischen Thionville und Luxemburg sowie 3,88 Euro zwischen Richemont und Luxemburg über den Tunnel. Für Lastwagen wären die Beträge höher. Endgültig festgelegt würden die Tarife erst nach Auswahl eines Konzessionärs.
Kritiker verweisen auf Umweltbelastung, mögliche Enteignungen, zusätzliche Belastungen für Anwohner und die Finanzierung über Nutzergebühren. Der offizielle Kalender nennt weitere Termine: Florange am 30. Mai, Fameck am 1. Juni, Uckange am 3. Juni, eine öffentliche Versammlung im COSEC von Florange am 6. Juni und Terville am 8. Juni. Eine Erklärung des öffentlichen Nutzens wird bei Fortgang des Verfahrens 2027 erwartet; Bauarbeiten dürften laut RTL Today kaum vor 2030 oder 2031 beginnen.
Für Luxemburg ist die Frage mehr als ein französisches Infrastrukturprojekt. Die Achse trägt einen großen Teil des täglichen Pendlerverkehrs, RTL Today verweist auf mehr als 65.000 Fahrzeuge pro Tag im Korridor. Die Entscheidung wird deshalb mitbestimmen, wie teuer das Pendeln wird und welchen Platz Bahn, Busse, Fahrgemeinschaften und Homeoffice erhalten.
Häufig gefragt
- Bis wann läuft die A31bis-Anhörung?
- Die offizielle Anhörung läuft bis Samstag, 27. Juni 2026, einschließlich.
- Welche Gemeinden sind im Verfahren genannt?
- Genannt werden Entrange, Fameck, Florange, Richemont, Terville, Thionville und Zoufftgen.
- Wann könnten die Bauarbeiten beginnen?
- RTL Today berichtet, dass Bauarbeiten voraussichtlich nicht vor 2030 oder 2031 beginnen.
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