Kultur
Die Cinémathèque überarbeitet ihre Dauerausstellung zur luxemburgischen Filmgeschichte
Von Stummfilm-Wochenschauen bis zum Koproduktionsboom nach 2010 nimmt der Umbau am Place du Théâtre die heimische Branche endlich ernst.

Über Jahrzehnte erzählte die Cinémathèque de la Ville de Luxembourg die Geschichte des nationalen Kinos im Modus einer entschuldigenden Fussnote: eine Abfolge falscher Anläufe und edler Amateure im Schatten grösserer Filmindustrien. Die neu gestaltete Dauerausstellung, die diese Woche am Place du Théâtre eröffnet wird, behandelt dasselbe Jahrhundert nun als etwas Interessanteres: ein kleines, häufig pleitebedrohtes, gelegentlich brillantes Kulturprojekt, das eine ernsthafte Behandlung verdient.
Kuratiert von Yves Steichen und der Historikerin Lis Hausemer, läuft die Ausstellung in drei Bewegungen: Stummfilm-Wochenschauen und Gründung der Société Luxembourgeoise des Cinémas (1929); langes Nachkriegs-Interregnum und Aufstieg der Koproduktion über den Tax Shelter (eingeführt 1988); und die zeitgenössische „Film-Fund-Ära", die Capelito, Mr. Hublot und die Oscar-Nominierungen der vergangenen fünfzehn Jahre hervorgebracht hat.
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