Bildung
Schulreform 2026: Luxemburg verlängert Schulpflicht und öffnet Sprachwahl
Ab September 2026 gilt Schulpflicht bis 18, zugleich startet der erste Schritt zur Wahl zwischen Deutsch und Französisch.

Das Schuljahr 2026/2027 bringt in Luxemburg zentrale Änderungen. Ab dem 15. September 2026 wird die Schulpflicht von 16 auf 18 Jahre verlängert. Betroffen sind Schüler, die vor dem 1. September 2026 noch nicht 17 Jahre alt sind.
Die Maßnahme soll Schulabbrüche verringern, indem Jugendliche länger in Bildung oder Ausbildung bleiben. Es geht nicht um einen einheitlichen akademischen Weg für alle, sondern um eine längere Pflicht, im System zu bleiben.
Auch die Grundschule erhält ab 15. September 2026 schrittweise einen neuen Lehrplan, beginnend mit Cycle 1. Die Regierung beschreibt ihn als Rahmen für Kernkompetenzen am Ende jedes Lernzyklus und für die jährliche Verteilung der Unterrichtsstunden.
Besonders aufmerksam verfolgt wird ALPHA - zesumme wuessen. Im zweiten Trimester 2026/2027 können Eltern von Kindern in Cycle 1.2 erstmals Deutsch oder Französisch als Alphabetisierungssprache wählen. Ab dem Schuljahr 2027/2028 wird diese Wahl in Cycle 2.1 angewandt und danach bis 2032/2033 ausgeweitet.
Die Reform ist suchstark, weil sie konkrete Familienentscheidungen berührt. Eltern brauchen klare Antworten zu Stichtagen, Zyklen, Sprachwahl und dazu, wann eine Entscheidung tatsächlich im Unterricht ankommt.
Häufig gefragt
- Wann beginnt die Schulpflicht bis 18?
- Mit dem Schuljahr 2026/2027 ab 15. September 2026.
- Wer ist betroffen?
- Schüler, die vor dem 1. September 2026 noch nicht 17 Jahre alt sind.
- Wann beginnt die Sprachwahl?
- Im zweiten Trimester 2026/2027 für Eltern von Kindern in Cycle 1.2.
Quellen
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