Fußball Luxemburg

Differdingen holt den Landespokal und rettet eine Saison, die in der Liga verloren ging

Sechs Tage nach dem verpassten Meistertitel besiegt der FC Differdingen 03 Außenseiter Victoria Rosport mit 4:1 im Finale der Coupe de Luxembourg.


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Ein silberner Fußballpokal auf dem Rasen eines flutlichtbeschienenen Stadions bei Nacht, leere Ränge dahinter.
Ein silberner Fußballpokal auf dem Rasen eines flutlichtbeschienenen Stadions bei Nacht, leere Ränge dahinter. — KI-generierte Illustration.KI-generierte Illustration · Étude

Der FC Differdingen 03 hat eine bittere Woche in ein Fest verwandelt: Am Freitag besiegte der Klub den FC Victoria Rosport im Finale der Coupe de Luxembourg im Stade de Luxembourg mit 4:1. Vor 5.025 Zuschauern sicherte sich Differdingen damit den Pokal – nur sechs Tage, nachdem der Mannschaft am letzten Spieltag der nationalen Liga der Meistertitel durch die Finger geglitten war.

Das Endspiel war fast von Beginn an einseitig. Stürmer Artur Abreu brachte sein Team bereits in der siebten Minute in Führung und legte früh in der zweiten Halbzeit nach (54.). Dazwischen erhöhte Andreas Buch kurz vor der Pause in der 43. Minute, und der erfahrene Angreifer Samir Hadji machte in der 70. Minute vom Elfmeterpunkt aus alles klar. Rosports einzige Antwort kam durch Frederick Kyereh, dessen Treffer in der 64. Minute kurzzeitig zum 3:1 verkürzte.

Ein Pokal, der die Saison rettet

Der Kontext machte den Erfolg umso wertvoller. Am 23. Mai, dem letzten Spieltag der nationalen Liga, hätte Differdingen einen Sieg zum Meistertitel gebraucht, verlor jedoch mit 0:1 gegen Aufsteiger Atert Bissen und beendete die Saison als Zweiter. Die Niederlage drohte einer Mannschaft, die lange um den Titel mitgespielt hatte, einen Abschluss mit leeren Händen zu bescheren.

Das Pokalfinale bot einen schnellen Weg zur Wiedergutmachung – und Differdingen nutzte ihn nachdrücklich. Trainer Yannick Kakoko, der das Ergebnis als Erleichterung nach der Liga-Enttäuschung bezeichnete, ordnete den Sieg als genau jene Antwort ein, für die er geholt worden war. Gegenüber L'essentiel, das seinen Spielbericht am Abend des Finales veröffentlichte, sagte er:

Je veux aider ce club à gagner des titres. On n'y est pas arrivés la semaine dernière, et je suis d'autant plus heureux qu'on gagne aujourd'hui, de cette manière-là.

Sinngemäß erklärte Kakoko, er wolle dem Klub helfen, Titel zu gewinnen; in der Vorwoche habe man es nicht geschafft, weshalb er sich umso mehr freue, dass man nun und auf diese Weise gewinne.

Erster Pokalsieg für Hadji im vierten Anlauf

Für Hadji hatte der Elfmeter zum 4:1 eine über das Ergebnis hinausgehende persönliche Bedeutung. Der Stürmer hatte zuvor dreimal in einem Pokalfinale gestanden und jedes Mal verloren; am Freitag stand er erstmals auf der Siegerseite. Im Gespräch mit L'essentiel sagte er:

À titre personnel, c'est ma première victoire en Coupe, après trois finales perdues avec le Fola en 2017, puis Dudelange en 2022 et 2025. Donc, oui, ça fait plaisir!

Hadji verwies darauf, dass es nach drei verlorenen Endspielen sein erster Pokalsieg sei – mit Fola 2017, dann mit Düdelingen 2022 und 2025 – und fügte schlicht hinzu, dass es guttue. Als erfahrenste Figur in Differdingens Angriff unterstrich sein Tor, wie deutlich die Mannschaft einen Anlass kontrollierte, der für ihn so oft in Enttäuschung geendet hatte.

Was es bedeutet

Das Ergebnis, über das sowohl L'essentiel als auch Le Quotidien berichteten, bewahrte Differdingen vor dem, was die luxemburgische Presse als „weiße Saison" ohne Titel beschrieb. Nach dem Beinahe-Coup in der Liga schließt der Klub die Spielzeit nun mit einem Pokal ab – und mit einem Ausrufezeichen unter Kakoko.

Für Rosport, das als Außenseiter ins Finale eingezogen war, beendete die 4:1-Niederlage einen Lauf, der die Erwartungen ohnehin übertroffen hatte. Kyerehs Tor blieb ein kleiner Trost an einem Abend, der letztlich dem klaren Favoriten gehörte.

Wer hat das Finale der Coupe de Luxembourg 2025/26 gewonnen?
Der FC Differdingen 03 gewann das Finale am 29. Mai 2026 mit 4:1 gegen den FC Victoria Rosport im Stade de Luxembourg vor 5.025 Zuschauern.
Wer erzielte die Tore im Pokalfinale?
Für Differdingen trafen Artur Abreu zweimal (7., 54.), Andreas Buch (43.) und Samir Hadji per Elfmeter (70.). Frederick Kyereh erzielte Rosports einzigen Treffer (64.).
Warum war der Pokalsieg für Differdingen so bedeutsam?
Nur sechs Tage zuvor hatte Differdingen am letzten Ligaspieltag mit 0:1 gegen Aufsteiger Atert Bissen verloren und den Meistertitel verpasst. Der Pokal bewahrte den Klub vor einer Saison ohne Titel.
Was bedeutete der Sieg für Samir Hadji?
Es war Hadjis erster Pokalsieg überhaupt, nachdem er zuvor drei Endspiele verloren hatte: mit Fola 2017 sowie mit Düdelingen 2022 und 2025.

Mehr dazu: Sport, Luxembourg Football, Fc Differdange 03, Football, Victoria Rosport, Coupe De Luxembourg

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