Radsport Luxemburg
Nina Berton fährt beim Festival Elsy Jacobs in Cessingen aufs Heim-Podium
Die 24-jährige Luxemburgerin sichert sich beim UCI-1.1-Eintagesrennen in Cessingen aus einer achtköpfigen Spitzengruppe den dritten Platz.

Die Luxemburger Radsportlerin Nina Berton hat am Sonntag, dem 3. Mai 2026, ein Podium auf heimischen Straßen erkämpft. Beim Festival Elsy Jacobs à Luxembourg, dem UCI-Eintagesrennen der Kategorie 1.1 über 121,6 Kilometer mit Start und Ziel in Cessingen (Luxemburg-Stadt), belegte sie den dritten Platz.
Die 24-Jährige, die für das Trade-Team EF Education-Oatly fährt, holte die Bronzemedaille im Sprint einer achtköpfigen Ausreißergruppe. Den Zielsprint und damit ihren ersten Profisieg gewann die Britin Erin Boothman vom Liv AlUla Jayco Continental Team, Zweite wurde die Schweizerin Steffi Häberlin vom Team SD Worx-Protime.
In die Gruppe bei noch drei Runden
Die entscheidende Selektion fiel etwa 45 bis 55 Kilometer vor dem Ziel, als bei noch rund drei verbleibenden Runden auf dem Cessinger Kurs eine Gruppe von acht Fahrerinnen dem Feld entkam. Berton war zunächst nicht Teil der Bewegung, schloss aber in einem Solo-Effort von hinten auf – ein Risiko, das sich nach ihrer Einschätzung lohnte.
Je n'étais pas dans l'échappée au début, je savais que c'était un coup intéressant donc j'ai fait l'effort seule pour rentrer.
In dieser Konstellation ohne Mannschaftsunterstützung zu fahren, bedeutete für Berton, sich auf eine andere Art von Anstrengung einzustellen. Ein Rennen allein zu lesen und allein anzugreifen, gehört nach ihren Worten inzwischen zum Beruf.
Dans une échappée, tu n'as pas besoin de coéquipières.
Ein Heimresultat im Nationaltrikot
Berton, geboren am 3. August 2001 in Luxemburg-Stadt, ging bei diesem Rennen nicht in den Farben ihres Trade-Teams an den Start, sondern in einer kombinierten luxemburgisch-isländischen Nationalauswahl. Ein Podium auf Straßen, die sie bestens kennt, hatte für sie spürbar einen besonderen Wert.
C'est toujours beau de courir dans ce maillot à la maison.
Laut Le Quotidien war das Ergebnis eine willkommene Wende, nachdem Berton einen Tag zuvor beim Begleitrennen in Garnich enttäuscht worden war. Jenes Rennen fand am 2. Mai statt und wurde von Marta Lach gewonnen. Das Rennen in Cessingen war das zweite der beiden Eintagesrennen des Festival Elsy Jacobs an diesem Wochenende.
Boothmans Durchbruch im Sprint
An der Spitze ging der Sieg an eine 19-Jährige, die erst am Anfang ihrer Profikarriere steht. Wie Cyclingnews berichtete, setzte Boothman einen blitzschnellen Sprint und sicherte sich ihren ersten Karrieresieg, knapp vor Häberlin und Berton.
Das Festival Elsy Jacobs trägt seinen Namen nach der Luxemburger Radsportlerin Elsy Jacobs, einer Olympia- und Weltmeisterin, und bleibt ein fester Bestandteil des Frauen-Straßenkalenders im Großherzogtum. Für Berton machte ein Platz auf dem Podium bei jenem Festival, das die erfolgreichste Fahrerin ihres Landes ehrt, den Tag zu einem besonderen.
Über das Rennen sprach Berton in einem am 7. Mai 2026 veröffentlichten Interview mit DirectVelo, in dem sie reflektierte, wie sie lernt, an der Spitze eines internationalen Feldes auf sich allein gestellt zu fahren.
Häufig gefragt
- Wer hat das Festival Elsy Jacobs 2026 in Cessingen gewonnen?
- Den Sieg holte die 19-jährige Britin Erin Boothman vom Liv AlUla Jayco Continental Team im Sprint. Es war ihr erster Profisieg. Zweite wurde die Schweizerin Steffi Häberlin (SD Worx-Protime), Dritte die Luxemburgerin Nina Berton.
- Welchen Platz belegte Nina Berton?
- Nina Berton wurde Dritte und sicherte sich damit ein Podium auf heimischen Straßen. Sie sprintete aus einer achtköpfigen Ausreißergruppe um den Sieg mit.
- Was war das Festival Elsy Jacobs à Luxembourg?
- Es war ein UCI-Eintagesrennen der Frauen der Kategorie 1.1 über 121,6 km mit Start und Ziel in Cessingen (Luxemburg-Stadt) am 3. Mai 2026. Das Festival ist nach der Luxemburger Olympia- und Weltmeisterin Elsy Jacobs benannt.
- In welchem Team fuhr Berton bei diesem Rennen?
- Berton, die normalerweise für EF Education-Oatly fährt, startete in einer kombinierten luxemburgisch-isländischen Nationalauswahl statt in den Farben ihres Trade-Teams.
Quellen
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